Bürgeranfragen zur Fußgängerzone, Kehriger Straße, Sportanlagen und Finstingenstraße
Fraktionsbesprechung der Freien Wähler Mayen "Thema Verkehrssicherheit"
Mayen. Immer wieder erreichen die Freien Wähler Mayen (FWM) Anfragen und Anregungen engagierter Bürgerinnen und Bürger, die vor Ort erkannte Probleme
schildern und um Hilfe bei möglichen Lösungen dafür ersuchen. Dies ist nicht immer einfach und oft langwierig, wie das bereits lange Ringen um eine gütliche
Einigung rund um eine "Bank des Anstoßes" in der Finstingenstraße zeigt. Oft bleibt den Betroffenen als letzter Versuch nur die Problematisierung
ihrer Anliegen über die Presse.
In der letzten Fraktionssitzung der FWM standen allerdings drei Bürgeranfragen zu Problemen im Bereich "Verkehr" im Mittelpunkt: So wies ein Bürger
auf die veränderte Verkehrssicherheit für Fußgänger im Bereich der neu errichteten Tennishalle mit Gastronomie hin, die durch eine deutliche Zunahme des
Autoverkehrs gerade auch abends gekennzeichnet ist. Das hier vorhandene Tempolimit von 30 km/h erscheint angesichts der neuen Situation den Freien Wählern
tatsächlich nicht mehr angemessen und die Einteilung der Zuwegung in Fahrspur und Parkplätze/Fußgängerbereich (?) ist nicht eindeutig genug. Abhilfe sollte
hier geschaffen werden.
Schwieriger gestaltet sich ein Lösungsversuch im Bereich der Kehriger Straße: Neben sehr schnellem Fahren/Rasen werden hier regelmäßig ordnungsgemäß (!) Parkende
beschimpft, da gerade diese innerstädtische Straße gerade in Stoßzeiten sehr frequentiert ist und es durch das Parken häufiger zu Verzögerungen kommt! Da gemäß
der Straßenverkehrsordnung geparkt wird, ist eine von manchem Autofahrer und einigen Anwohnern gewünschte "freie Fahrt" in diesem Bereich der wichtigen
Mayener Zufahrt vom Stadtteil Alzheim rechtlich absolut unzulässig! Im Rahmen der Planungen zur zukünftigen Gestaltung der städtischen Tempozonen, inzwischen
durch Bundesentscheidungen deutlich vereinfacht, sollte auch die Möglichkeit von Tempo 30 in diesem Bereich kritisch geprüft werden. Die Frage dabei ist: Gleicht
man die Kehriger Straße dem Wohngebiet an oder behandelt man sie weiterhin als wichtige Zufahrtstraße in die Kernstadt, die auch eine Entlastungsfunktion
für die Polcher Straße erfüllt?
Ausführlich diskutierte die FWM-Fraktion dann noch die Sicherheit in der Fußgängerzone. Hierzu lag ein Brief einer Bürgerin vor, die mitteilte, schon mehrfach die
PI Mayen, das städtische Ordnungsamt, den Oberbürgermeister sowie einzelne Ratsfraktionen gebeten zu haben, die Mayener Fußgängerzone für die Fußgänger sicherer
zu gestalten. Vor allem die Gefährdung durch unerlaubtes (!) Befahren von Fahrrad- und Autofahrern in diesem Bereich außerhalb der Be- und Entladezeiten sei eine
massive Gefahr. Ähnliche mündliche Rückmeldungen erhielt die FWM bereits mehrfach von Anwohnern und Besuchern, z. B. der Markt- und Brückenstraße sowie des
Marktplatzes.
Die Bürgerin bemängelt in ihrem Brief vor allem ein rücksichtsloses Verhalten von Autofahrern in der Fußgängerzone. Auch das häufige Fehlen bzw.
Nicht-Wiederaufstellen der vorhandenen Schutzpoller und die unklare Lage, ob letztlich Polizei oder Ordnungsamt für die Sicherheit in der Fußgängerzone
verantwortlich ist. Gleichzeitig macht sie klare Vorschläge zur Abhilfe der Missstände, z. B. klares Gelten der StVO und ihrer Strafregelungen, ein deutlich
besseres "Pollermanagement", häufigere Kontrollen im Fußgängerbereich und für die Sicherung unübersichtlicher Zufahrten (z. B. Brückentor), um
Fußgänger hier besser vor Radfahrern zu schützen.
Die FWM-Fraktion begrüßt ausdrücklich dieses in allen Anfragen sichtbare bürgerschaftliche Engagement! Die darin genannten Probleme und Lösungsanregungen gilt
es inner-, aber auch interfraktionell weiter zu diskutieren und in den zuständigen städtischen Gremien zu thematisieren, um letztlich Mayen für alle ein
Stück weit verkehrssicherer zu machen.