FWM vor Ort: Beeindruckende Leistungen der DRK-Gruppe Ettringen


Ehrenamtliche Hilfe nicht nur für die Region Mayen

Mayen. Zur Besichtigung der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes Ortsgruppe Ettringen waren die Mitglieder der Freien Wähler Mayen eingeladen. Bei der 4-stündigen und gastfreundlichen Besichtigung informierte der 1. Vorsitzende der DRK-Ortsgruppe Heinz W. Kleine-Natrop und der stellv. Vorsitzende Nico Syrè sehr eindrucksvoll die vielfältigen Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes sowie die wichtige Arbeit, nicht nur vor Ort für Ettringen, sondern auch für die ganze Region des Kreises MYK. Die Ortsgruppe hat derzeit über 350 fördernde und 49 aktive Mitglieder. Die Schwerpunkte der Arbeit sind Aufgaben und Angebote des qualifizierten Sanitätsdienstes, der Blutspendedienst, diverse soziale Dienste, die Breitenausbildung, das Jugendrotkreuz und nicht zuletzt die Bergwacht. 25 Sanitäter werden zurzeit in Ettringen ausgebildet und in 2017 wurden über 200 Einsätze geleistet. Als besondere Spitzenleistung sehen die Freien Wähler den aktuellen Aufbau einer Bergwacht an. Dazu gehören 8 ausgebildete Kletterer und 2 Höhenspezialisten (Luftrettung), die ihre ersten Einsätze bereits hinter sich haben. Herr Nico Syrè, der für die Bergwacht zuständig ist, berichtete von einem der ersten Einsätze der Fachgruppe. Diese wurde von der Rettungsleitstelle Koblenz zu einem Reitunfall im unwegsamen Elztal zwischen Pillig und Möntenich angefordert. Vor Ort stellte sich heraus, dass eine optimale Bergung der Patientin nur mit dem neuen Rettungsunimog durchgeführt werden konnte.

Sehr angetan waren die Mitglieder der FWM im weiteren Gespräch beim DRK Ettringen von der Tatsache, dass das Gebäude demnächst in Eigentum der Ortsgruppe übergeht. Heinz-Werner Kleine-Natrop erklärte, dass innerhalb von wenigen Jahren aus einem alten Lagergebäude der Volksbank mit vielen helfenden Händen eine über 300 Quadratmeter große Anlaufstelle für Erste-Hilfe-Versorgung geschaffen wurde. Dafür wurden fast 10.000 Stunden in Eigenleistung erbracht. Jetzt können dort Gruppenabende, Erste-Hilfe- oder Sanitätslehrgänge und Fortbildungen durchgeführt werden. FWM-Vorsitzender Hans-Georg Schönberg sparte nicht mit Lob für die hervorragende Arbeit und die erbrachten Leistung des Ettringer Ortsverbandes.

Neben den Räumlichkeiten für die Rot-Kreuz-Arbeit und die breit gefächerten sozialen Dienste sowie die zweckmäßigen Schulungs- und Besprechungsräume warfen die Freien Wähler auch einen Blick in die Rettungsfahrzeuge der Rettungswache. Besonders angetan waren alle vom Rettungsunimog, dem letzten Projekt der DRK-Ortsgruppe. Dieser wurde nicht nur für den Katastropheneinsatz angeschafft, sondern wie bereits beschrieben auch für den Einsatz in schwer zugängliche Gebiete über den Landkreis MYK hinaus. Aber auch das Schwerlastfahrzeug für extrem übergewichtige Patienten wird sehr oft für Einsätze mit Menschen über 200 Kilogramm Körpergewicht von der Rettungsleitstelle Koblenz angefordert.

Kleine-Natrop und Nico Syrè informierten die Besucher aus Mayen nicht nur über die Organisation des Rettungsdienstes, sondern auch über aktuelle Probleme. Dabei wurde eingehend über die Großveranstaltung "Lukasmarkt" und deren Problematik gesprochen und diskutiert. Interessamt für die Freien Wähler Mayen war dabei auch die unterdurchschnittliche Entschädigung des Rettungsdienstes insgesamt, die von der Stadt Mayen hierfür bereitgestellt wird. "Da steht der Zeitaufwand in keinem Verhältnis zur Entschädigung", so Hans-Georg Schönberg abschließend. Hierzu hat er eine Thematisierung im Mayener Rat zugesagt.



Pressemitteilung Freie Wähler Mayen
Hans-Georg Schönberg